Die Eisenbahnbrücke
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die drittälteste Prager Brücke
Die Eisenbahnbrücke aus dem 19. Jahrhundert, die den Hauptbahnhof mit dem Bahnhof Smíchov verbinden sollte.
Die Vyšehrader Eisenbahnbrücke bei Výtoň ist die vierte Brücke über die Moldau in Prag, die zweite Prager Eisenbahnbrücke über die Moldau und die drittälteste Brücke der Stadt. Die Brücke wurde in den Jahren 1871 - 1872 von der Brückenbaufirma Harkort in Duisburg gebaut und war eine Verbindung zwischen dem damaligen Franz-Joseph-Bahnhof (heute Hauptbahnhof) und dem Westbahnhof (heute Smíchov-Bahnhof).
Anfangs wurde sie nur für den Güterverkehr genutzt; der Personenverkehr auf der Brücke wurde erst 1888 zugelassen. Ursprünglich war die Brücke nur eine Einschienenbahn aus minderwertigem Schmiedeeisen, die bald zu einer zweigleisigen Gusseisenbahn umgebaut werden musste. Außerdem wurden auf beiden Seiten Fußgängerstege angelegt.
Das neue Bauwerk wurde von drei inländischen Unternehmen gebaut: Bohemian-Moravian Machine Works, die Firma der Gebrüder Prášil und die Ruston Machine Works. Es ist kaum zu glauben, dass die alte Brücke in nur drei Tagen ersetzt wurde! Die Arbeiten begannen um 6 Uhr morgens, die ursprünglichen Balken wurden mit Hilfe einer 7,5 m flussabwärts verlaufenden Seilkonstruktion entfernt, und dann wurden neue Balken auf die neuen Pfeiler in der Achse der ursprünglichen Brücke gesetzt. Am zweiten Tag war die neue Brücke fertig, und in der Nacht zum dritten Tag konnte der Bahnverkehr wieder aufgenommen werden. Der Flussverkehr wurde in keiner Weise beeinträchtigt.
Die alte Brücke hatte fünf Hauptspannweiten von 56,9 m, die neue nur drei von 69,9 m. Die Breite der alten Brücke betrug 4,3 m, die der neuen 8,1 m. Den größten Beitrag zum Entwurf leistete Jan Kolář, Professor an der Technischen Hochschule Prag.
Im Jahr 2004 wurde die Brücke zum Kulturdenkmal erklärt, was die Pläne zur Modernisierung der Strecke zwischen dem Hauptbahnhof und dem Bahnhof Smíchov erschwert.