Smetana-Ufer
Prags erste Uferpromenade
Neue Straßenbahnhaltestellen, eine Baumreihe, eine breite Fußgängerpromenade mit Prager Mosaikpflaster und ein sicherer, abgetrennter Radweg. Die Umgestaltung des Smetana-Ufers ist die größte Veränderung im Prager Zentrum seit mehreren Jahrzehnten.
Das Smetana-Ufer wurde zwischen 1841 und 1845 nach Plänen des deutschen Architekten Bernhard Grueber als erste Prager Uferpromenade angelegt. Es führte von der Karlsbrücke zur damals neuen Kettenbrücke Kaiser Franz I. Um 1894 erhielt es den Namen Franzensufer. Von 1919 bis 1952 hieß es Masaryk-Ufer, mit Ausnahme der Jahre 1940 bis 1945, als es Teil des Moldauufers war. Seit 1952 trägt es den Namen Smetana-Ufer. Im 20. Jahrhundert trat die Idee der Promenade in den Hintergrund, und das Ufer geriet unter die Vorherrschaft des starken Verkehrs. Das ändert sich seit einigen Jahren langsam.
Die umfassende Erneuerung erfolgt in mehreren Etappen. Die erste Phase 2022 verbreiterte die Promenade und brachte eine Reihe aus siebzehn Japanischen Schnurbäumen. Hinzu kam die neue Straßenbahnhaltestelle Karlovy lázně in Richtung Norden. Die Haltestelle am Smetana-Ufer wurde nach Süden zum Nationaltheater verlegt. Entlang des Ufers stehen neue Bänke. Außerdem entstand ein Radweg nach dänischem Vorbild: Bordsteine trennen ihn sowohl vom Gehweg als auch von der Fahrbahn und bieten Radfahrern größtmögliche Sicherheit.
Derzeit wird die zweite Etappe von Mánes über den Kreuzherrenplatz bis zum Jan-Palach-Platz vorbereitet. Gerade der Kreuzherrenplatz gehört zu den am stärksten beanspruchten Orten im Zentrum: Hier treffen Straßenbahnen und Autos auf den Königsweg, den im Sommer bis zu hunderttausend Fußgänger täglich nutzen. Eine neue Promenade in Richtung Nationaltheater mit dem berühmten Blick auf den Hradschin soll die Bedingungen für Fußgänger verbessern.