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Výtoň

Výtoň

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ehemaliges Zollamt

Das alte Zollhaus, in dem der Zoll direkt von den Holzstämmen bezahlt wurde, die den Fluss hinuntergetrieben wurden. Heute ist es das Museum für Podskalí und Dampfschifffahrt.

Das Gebäude des Podskalí-Zollhauses in Výtoň ist ein Überbleibsel aus der Zeit, als die Zölle aus dem Holz bezahlt wurden, das von der oberen Moldau geflößt wurde. Die Zölle wurden durch das so genannte Ziehen entrichtet, d. h. durch das Herausziehen eines von 12 Holzstämmen, die flussabwärts getrieben wurden. Damals war die Flößerei der Lebensunterhalt der Menschen, die nach der Siedlung Podskalí als "Podskaláci" bekannt waren. Heute bezeichnet der Name Výtoň auch das Gebiet, in dem die Svoboda-Straße den Rašín-Damm kreuzt. Es ist auch der Name der Straßenbahnhaltestelle in der Nähe dieser Kreuzung und des angrenzenden Fährhafens.

Das erhaltene Zollhaus hat einen spätgotischen Kern und wurde im 16. Jahrhundert erbaut. Sein Fußboden ist aus Fachwerk und das Erdgeschoss aus Backstein. Der Boden wurde erst zur Zeit Rudolfs II. vermauert. Im Inneren des Gebäudes arbeiteten die Neustädter Pflücker, ein Aufseher und zwei Beamte. Heute fällt als Besonderheit auf, dass das Gebäude in einer Mulde unter dem Niveau des umliegenden Geländes steht, was auf seine ursprüngliche Höhe hindeutet. Die Erhöhung wurde beim Bau der Prager Dämme vorgenommen.

Im Jahr 1833 wurde das Zollhaus geschlossen und ein Gasthaus namens U Koppů wurde vorübergehend dort betrieben. Schließlich setzte sich die Idee durch, ein Museum über das Leben in Podskalí zu errichten.

Heute befindet sich hier eine Zweigstelle des Museums der Hauptstadt Prag mit Dauerausstellungen über das ehemalige Podskalí und die Geschichte der Prager Dampfschifffahrt. Außerdem hat hier die Vltavanische Gilde in Prag aus dem Jahr 1871 ihren Sitz, die die alten Traditionen von Podskalí bewahrt.