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Der Teufelskanal

Der Teufelskanal

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der geheimnisvolle Moldauarm

Ein blinder Arm der Moldau, wo man das Klappern eines hölzernen Mühlrads hören kann und wo man mit kleinen Booten segeln kann.

Der Teufelskanal trennt die Insel Kampa von der Kleinseite und ist 740 m lang. Er wird durch einen mehrere hundert Meter langen Tunnel aus dem oberen Teil der Smíchov-Schleusen oberhalb der Legionsbrücke gespeist. Hinter der Karlsbrücke mündet er dann wieder in die Moldau. Im Mittelalter wurde dieser Kanal von den Johannitern umgebaut, um den Wasserdurchfluss für die Mühlen zu regulieren. Drei davon sind bis heute erhalten geblieben, darunter das hölzerne Mühlrad der Mühle des Großen Priorats.

Der Teufelskanal ist auf beiden Seiten von malerischen Bürgerhäusern umgeben, die bis ans Wasser reichen und eine romantische Ecke bilden. Zu den wichtigsten gehören die Ziegelei Herget, das Renaissancehaus U tří pštrosů, die Überreste der Huť-Mühle, die Zlomkov-Mühle und die Mühle des Großen Priorats. Noch näher sind die Mühlen von Sova.

Der Ursprung des Namens Teufelskanal ist nicht ganz klar. Er taucht erstmals im 19. Jahrhundert auf und leitet sich wahrscheinlich von dem Haus U sedmi čertů (Bei den sieben Teufeln) ab. Eine andere Theorie besagt, dass der Name mit der Legende von einer teuflischen Frau zusammenhängt, die auf dem Maltézské-Platz in der Nähe des Teufelskanals lebte.

Der Teufelskanal hat mit seiner Einzigartigkeit und Pittoreske viele Filmemacher angezogen. Zu den Filmen, die hier gedreht wurden, gehören Die Kraken aus dem zweiten Stock (Chobotnice z druhého patra), Amadeus von Milos Forman und Mission Impossible.