Moldauphilharmonie
hier geht die Musik vor Anker
Die Moldauphilharmonie wird der erste Konzertsaal sein, der seit mehr als hundert Jahren in Prag gebaut wird. Die Gestalt des neuen Wahrzeichens am Fluss ging aus einem internationalen Architekturwettbewerb 2022 hervor, den das weltbekannte dänische Büro BIG, Bjarke Ingels Group, gewann.
Heute ist Vltavská vor allem ein Umsteigeort, an dem Menschen zwischen Metro, Straßenbahn und Bahnhof eilen. 2033 soll alles anders sein: Vltavská wird zum kulturellen Herzen Prags. Das begehbare Dach der neuen Philharmonie bietet weite Ausblicke. Seine wellenförmige, abgestufte Gestalt erlaubt den Besuchern, auf das Gebäude zu steigen wie auf einen Hügel mitten in der Stadt.
Herzstück wird ein Konzertsaal mit 1.800 Plätzen. Im Inneren soll Holz aus dem Böhmerwald verwendet werden, wo die Moldau entspringt, an deren Ufer der Bau entsteht. Das Holz wirkt warm und verteilt dank seiner rauen Bearbeitung den Schall gut im Raum. Zum Gebäude gehören vier weitere Säle, ein Erlebnisrestaurant und ein Bistro mit Blick auf Prag.
Die Moldauphilharmonie soll als modernes nationales Musikzentrum dienen. Neben den Sälen finden Besucher Räume für musikalische Bildung. Außerdem erhalten hier zwei Orchester ihren Sitz: die Tschechische Philharmonie und das Prager Symphonieorchester FOK.
Östlich des Gebäudes entsteht ein neuer Stadtpark. Im Süden öffnet sich der Zugang zum Wasser, im Westen entsteht ein Platz, und nach Norden blickt man auf das Viertel Bubny-Zátory, für das derzeit eine städtebauliche Studie erarbeitet wird. Am Ufer werden stilvolle Lokale zum Verweilen einladen.
Auch der Verkehr verändert sich. Die Straßenbahntrasse und der Metroausgang werden nach Norden verlegt, näher an den 2025 eröffneten Bahnhof Praha-Bubny. Die Hauptverkehrsader am Bubny-Ufer und die Abfahrt der Hlávka-Brücke werden unter die Erdoberfläche geführt. So gelangen Fußgänger bequem zum Fluss, zur unteren Uferfläche und zur neuen Promenade. Bis dahin können Sie bereits die frei zugängliche städtische Sportanlage ausprobieren, die das Büro U/U in der Unterführung unter der Hlávka-Brücke entworfen hat.