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Hořejší-Ufer

Hořejší-Ufer

von Manufakturen zu Cafés

Das Hořejší-Ufer gehört zum einst industriell geprägten Smíchov. In den vergangenen Jahrzehnten hat sich das Viertel stark verändert und ist zu einem vollwertigen Teil des erweiterten Prager Zentrums geworden.

Vor allem die Industrie bestimmte den Charakter des Smíchover Ufers. Seit Mitte des 18. Jahrhunderts entstanden hier Manufakturen, Chemiefabriken, Spinnereien, eine Fabrik für Mühlenmaschinen, eine Porzellanfabrik und viele weitere Betriebe. Seit 1869 ist hier bis heute die Smíchover Brauerei tätig.

Der Abschnitt des Hořejší-Ufers zwischen Jirásek- und Palacký-Brücke wurde nach 1903 gebaut. Der anschließende Bereich mit der breiten unteren Uferfläche bis zur Eisenbahnbrücke wurde erst in den 1920er-Jahren fertig. Schon zuvor gab es am Smíchover Flussufer beliebte Flussbäder und eine hölzerne Theaterarena, die 1938 abgerissen wurde. Auch Sandarbeiter nutzten das Ufer. Sie holten von flachen Booten aus Sand vom Flussgrund und verteilten ihn mit Fuhrwerken in der Stadt. Bis Anfang der 1980er-Jahre behielt Smíchov seinen industriellen Charakter.

Um die Jahrtausendwende wurde Anděl, das Zentrum Smíchovs, zu einem geschäftigen Handelsknoten. Heute wächst hier das moderne Viertel Smíchov City. Auch die Uferpromenade erhielt durch die Erneuerung nach einem Entwurf des Architekten Petr Janda eine neue Nutzung. Oben entstanden ein Kinderspielplatz und Sportflächen. Am Wasser zogen Bars, Restaurants, kreative Werkstätten, eine Zweigstelle der Stadtbibliothek und die gemeinschaftlich genutzte Kobka Nummer 17 für nichtkommerzielle Aktivitäten in die Gewölbe der Ufermauer ein, die früher dem Festhalten von Flößen dienten.